Sprungmarken

Servicenavigation

Hauptnavigation

Sie sind hier:

Hauptinhalt

Ziele und Visionen

DoCMA ist ein interdisziplinäres Forschungszentrum zur Big-Data-Analyse von Medieninhalten. Ziel ist es, anwendungsorientierte Analyseverfahren für verschiedene Disziplinen zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht die Verbindung der sozialwissenschaftlich geprägten Kommunikationswissenschaft als Querschnittsdisziplin mit der mathematisch geprägten Statistik. DoCMA bündelt somit Stärken der TU Dortmund unter neuen Fragestellungen. Bereits seit 2014 kooperieren die beiden beteiligten Professoren. Teams von wissenschaftlichen Mitarbeitern der zwei Fächer arbeiten Hand in Hand. Regelmäßige Workshops, an denen nicht nur Hochschullehrer und Wissenschaftliche Mitarbeiter teilnehmen, sondern gelegentlich auch Master-Studierende, befruchten einen systematischen Austausch.

Die Gründungsmitglieder verfolgen zwei Stoßrichtungen: zum einen die anwendungsorientierte Verbesserung des Journalismus sowie der politischen, wirtschaftlichen oder wissenschaftlichen Kommunikation; zum anderen die Etablierung eines akademischen Nukleus, dokumentiert durch eine systematische wissenschaftliche Veröffentlichungspraxis, aus dem auf mittlere Sicht eine drittmittelfinanzierte Forschergruppe wachsen soll.  

Unter dem Dach von DoCMA soll auf dem Feld der datengestützten Inhaltsanalyse Forschung auf internationalem Niveau stattfinden. Dafür streben die Gründungsmitglieder eine weitreichende Vernetzung an: innerhalb der TU Dortmund, wo gemeinsame Projekte möglich sind, beispielsweise mit den Lehrstühlen für Wissenschaftsjournalismus (Prof. Wormer), Wirtschaftswissenschaft (Prof. Holzmüller), Politische Wissenschaft (Prof. Schuck) oder Soziologie (Prof. Weyer); in der Allianz der Ruhruniversitäten, wohin im Rahmen der Initiative zur Gründung eines Transregio-SFB „Kulturen der Transparenz“ bereits Anknüpfungspunkte identifiziert wurden; international etwa mit Text-Mining-Experten wie David Blei (New York University), zu denen etablierte Kontakte bestehen.

Neben der akademischen Forschung und Methodenentwicklung setzt DoCMA auf die Vertiefung seit langem bestehender Beziehungen zu Medienhäusern (wie Spiegel, Handelsblatt, Süddeutsche, WDR oder ZDF), zu Institutionen (wie der Europäischen Kommission oder der Deutschen Bundesbank), zu Thinktanks (wie Bruegel, CEPS oder dem Institut für Weltwirtschaft) oder Unternehmen (wie Volkswagen oder Evonik). Projekte unter dem DoCMA-Dach werden durch Drittmittel finanziert. Die Etablierung einer gemeinsamen Dachmarke wird Vorteile bei der Einwerbung eröffnen. Workshops, Konferenzen und Veröffentlichungen werden dazu beitragen, den Austausch mit der akademischen Community sowie mit Akteuren gesellschaftlicher Diskurse zu intensivieren.

Die Vision der Initiatoren sieht DoCMA als Nukleus einer größeren Einheit zur internationalen Medienanalyse. So eignen sich Big-Data-Ansätze dafür, ein permanentes Monitoring der Diskurse in den verschiedenen europäischen Öffentlichkeiten zu gewährleisten. Damit würde die grenzüberschreitende Transmission nationaler Diskurse innerhalb Europas ermöglicht und somit in Abwesenheit paneuropäischer Medien eine kommunikative Lücke geschlossen. Vorstellbar sind zudem kommerzielle Weiterentwicklungen durch Spin-off-Unternehmen, die Methoden und Verfahren etwa auf dem Feld der strategischen Kommunikationsberatung für öffentliche Institutionen oder private Unternehmen nutzen. Dabei würden qualifizierte Arbeitsplätze entstehen.